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Initiative zum EU4Sea-rail

Die Anrainerstaaten (Vertreter der Verkehrsministerien und Häfen) kamen auf einer Konferenz im Juni 2008 darüber überein, die TEN-Ache 22 zu einem leistungsfähigen Vier-Meeres-Schienenverkehrskorridor (EU4SEA-rail) zu entwickeln, der wichtige Seehäfen und Hauptstädte verbindet, die vorhandenen Engpässe überwindet und nach Ausbau den quantitativen bzw. qualitativen Anforderungen des gegenwärtigen sowie künftigen Reise- und Güterverkehrs in hoher Qualität gerecht wird. Davon ausgehend sollten geeignete Formen für eine koordinierte Zusammenarbeit (z.B. Letter of Intent, Arbeitsgruppe(n), EU-Koordinator) zur Erreichung der genannten Zielstellung geprüft und realisiert werden. Ein erstes Zwischenziel war es die Einordnung dieses Korridors in die Revision der TEN-V-Leitlinien der Europäischen Kommission zu erreichen.

Langfristig zielte die Initiative darauf ab, für die Menschen und Unternehmen in den angebundenen Regionen unmittelbare Vorteile aus der Entwicklung der europäischen Verkehrsnetze zu generieren.

Die Allianz der EU4SEA-rail-Anrainerstaaten verfolgte das Ziel einer signifikanten Erhöhung der Ausbaugeschwindigkeit für den Personenverkehr und einer Verbesserung der für den Güterverkehr relevanten Kapazitätsparameter. 

Damit sollte eine deutlich höhere Leistungsfähigkeit der Strecken insgesamt erreicht werden, die den nachfolgend aufgeführten Mobilitätszielen Rechnung trägt:

  • Bessere Erreichbarkeit der Regionen über große Distanzen im internationalen Reiseverkehr
  • Intensivierung der Außenhandelsverflechtungen im EU-Binnenmarkt
  • Bewältigung der Aufkommenszuwächse der Seehafenhinterlandverkehre der Häfen an Nord- und Ostsee sowie an der Adria und dem Schwarzen Meer
  • Unterstützung der Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene und – durch die Anbindung des EU4SEA-rail an die Meeresautobahnen – auf die Schifffahrt
  • Wirksamer Beitrag zur europäischen Kohäsion und Integration durch Zusammenführung unterschiedlicher Wirtschafts- und Kulturräume und Abbau von Disparitäten
  • Wachstums- und Produktivitätsimpulse in den Regionen durch höhere Mobilität von Menschen und Gütern
  • Stärkung der Standortvorteile der in den Regionen ansässigen Wirtschaft
  • Erfüllung der Mobilitätsanforderungen durch ein ökologisch effizientes Verkehrssystem, u.a. zur Untersetzung der klimapolitischen Ziele zur Senkung der CO2 –Emissionen

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